Wie ich entscheide, was auf Plaarts landet
Was auf Plaarts gehört, und warum
01. Wofür Plaarts da ist
Plaarts hilft Menschen, Kunst zu entdecken, die gerade jetzt in ihrer Stadt passiert: Ausstellungen in Galerien, selbstorganisierten Räumen und Projekträumen, die sonst leicht unter dem Radar bleiben. Wir setzen uns für lebende Künstler, aufstrebende Talente und die lokale Kunstszene ein.
Wir sind kein umfassender Kulturkalender. Große Museen und Blockbuster-Ausstellungen haben ohnehin Sichtbarkeit. Plaarts ist für den Rest da: die Galerieeröffnung um die Ecke, die Abschlussausstellung an der Kunstakademie, den Experimentierraum, der etwas Neues probiert.
02. Was wir aufnehmen
Kommerzielle Galerien
Kunstgalerien, die Arbeiten lebender Künstler zeigen, unabhängig vom Ruf der Künstlerin. Die kuratorische Handschrift einer Galerie gehört zur lokalen Kunstszene.
Selbstorganisierte Räume
Räume, die von Künstlern selbst gegründet und betrieben werden und oft experimentelle oder frühe Arbeiten zeigen.
Projekträume
Nicht-kommerzielle oder halbkommerzielle Räume mit einem kuratorischen Programm rund um zeitgenössische Kunst.
Ausstellungen an Universitäten & Kunsthochschulen
Abschlussausstellungen, Studierendenausstellungen und Programme akademischer Galerien. Hier zeigen aufstrebende Künstler ihre Arbeit zum ersten Mal, und das verdient Sichtbarkeit.
03. Was wir ausschließen
Große Museen
Große Institutionen mit erheblicher öffentlicher Förderung, ständigen Sammlungen und etabliertem Publikum. Sie haben bereits Sichtbarkeit. Plaarts ist für den Rest da.
Nationale Kulturinstitutionen
Staatlich getragene Institutionen mit Fokus auf bestimmte Kulturbereiche, die auf nationaler Ebene arbeiten.
Historische Retrospektiven
Ausstellungen über historische Künstler oder verstorbene Meister. Unser Fokus liegt auf lebenden Künstlern und aktueller Praxis.
04. Von Fall zu Fall
Über manche Orte und Ausstellungen denke ich von Fall zu Fall nach. Die Frage, die ich mir stelle: Gibt das einen echten Einblick in die lokale Szene und hilft es Leuten, Arbeiten zu finden, die sie sonst nicht sähen?
Experimentelle Institutionen
Manche Institutionen funktionieren eher wie Projekträume als wie Museen und konzentrieren sich auf junge Positionen, experimentelle Arbeiten und Forschung. Wenn ihr Programm zu unserem Entdeckungsauftrag passt, können sie aufgenommen werden.
Kunstmessen
Kunstmessen mit Fokus auf junge Galerien, erschwingliche Kunst oder lokale und regionale Szenen kommen für eine Aufnahme infrage. Große internationale Messen mit reichlich Sichtbarkeit fallen üblicherweise nicht in unseren Bereich.
Pop-ups & temporäre Räume
Grundsätzlich aufgenommen, denn hier zeigen sich oft aufstrebende Künstler und experimentelle Arbeiten, die entdeckt werden sollten.
05. Wie wir entscheiden
Wenn wir einen Ort oder eine Ausstellung prüfen, stellen wir uns vier Leitfragen:
Würden unsere Nutzer das auch ohne uns entdecken?
Wenn es bereits viel Presse und institutionelle Unterstützung bekommt, stiften wir wahrscheinlich keinen Mehrwert.
Unterstützt es lebende Künstler?
Unser Fokus liegt auf Kunst, die jetzt entsteht, nicht auf historischen Retrospektiven.
Ist es Teil der lokalen Kunstszene?
Galerien, selbstorganisierte Räume und Projekträume sind das Rückgrat jeder städtischen Kunstszene.
Passt das Selbstverständnis des Ortes zu unserem?
Experimentelle Institutionen, die wie Projekträume arbeiten, können passen, auch wenn sie formal Institutionen sind.
Im Zweifel neigen wir zur Aufnahme, denn jede Künstlerin und jeder Raum verdient eine Chance, entdeckt zu werden.
Schau, was läuft
Sieh, was Galerien, selbstorganisierte Räume und Projekträume gerade zeigen.