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FOREVERMORE I love you (A letter to a man)

Hristina Tasheva: FOREVERMORE I love you (A letter to a man)
Beendet

FOREVERMORE I love you (A letter to a man)

FOREVERMORE I love you (A letter to a man) von Hristina Tasheva (Warna, 1976) ist eine langfristige künstlerische Untersuchung darüber, wie Europa sich an seine Kriege erinnert und wie diese Erinnerungen unsere Identität, unser Zugehörigkeitsgefühl und unsere Vorstellungen von einer gemeinsamen Zukunft weiterhin prägen – ein Thema, das in Den Haag als Regierungssitz und Ort zahlreicher Mahnmale auf besondere Resonanz stößt.

Tashevas Recherche entstand vor dem Hintergrund des gegenwärtigen politischen Klimas und des anhaltenden Krieges in Osteuropa. Die in Bulgarien geborene und in den Niederlanden lebende Künstlerin fragt sich, wie persönliche und kollektive Erinnerungen zueinander stehen und ob es ungeachtet unterschiedlicher Historien und politischer Perspektiven überhaupt ein gemeinsames europäisches „Wir“ gibt.

Für ihre Recherche reist Tasheva durch verschiedene europäische Erinnerungskulturen: von West nach Ost und von historischen bis hin zu zeitgenössischen Konflikten. Dabei beobachtet sie nicht nur; sie hinterfragt auch ihre eigene Rolle. Auf diese Weise untersucht sie, wie persönlicher Verlust sich zu kollektiven Ritualen verhält und wie wir heute gedenken.

Ausgangspunkt ist ein Liebesbrief aus dem Ersten Weltkrieg, der mit dem Vermerk KILLED an den Absender zurückgesandt wurde. Ein kurzes, ergreifendes Dokument, das verdeutlicht, wie Kriege das Leben und die Familien weit über die offizielle Geschichtsschreibung hinaus nachhaltig prägen.

Ausgehend von diesem persönlichen und historischen Impuls entwickelte Tasheva eine Bildsprache, die weniger Antworten liefert, als vielmehr Raum für Fragen zu Erinnerung, Verlust und Verbundenheit lässt. Die Arbeiten in der Ausstellung spielen mit der Formensprache von Denkmälern. Mit ihrer kontemplativen Schwarz-Weiß-Ästhetik, ihren monumentalen Kompositionen und den Referenzen an Bildhauerei sowie Erinnerungskultur scheinen sie auf den ersten Blick eher in ein Museum oder den öffentlichen Raum zu gehören. Dennoch zeigen sie weder Helden noch eindeutige historische Ereignisse. Stattdessen begegnen uns Objekte, anonyme Figuren und verfremdende Szenen aus der Erinnerungskultur, der Militärgeschichte und dem historischen Bildgedächtnis, die Raum für persönliche Deutung und Erinnerung eröffnen.

Gerade in Parterretrap entfalten diese Bilder eine besondere Bedeutung. Im intimen Rahmen eines Privathauses rücken die großen Themen von Krieg, Verlust und Erinnerung unerwartet nah heran. Die Ausstellung lädt die Besucher nicht nur dazu ein, auf die Geschichte zu blicken, sondern auch über die Erzählungen und Erinnerungen nachzudenken, die wir selbst in uns tragen. So verringert sich die Distanz zwischen dem Persönlichen und dem Politischen – zwischen individuellen Lebenswegen und europäischer Geschichte – ein Stück weit.

Die Eröffnung findet im Rahmen von Hoogtij #86 statt. Wir laden Sie herzlich dazu ein, bei einem Happen und einem Getränk dabei zu sein.

https://www.hristinatasheva.com

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26. Sep 2026
11. Okt 2026
Samstag—Sonntag: 13:00—18:00
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Eintritt
Kostenlos
Ort
Projektraum

Künstler

Hristina Tasheva
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