IN THE DEPTHS OF BLUE THERE IS YELLOW
IN THE DEPTHS OF BLUE THERE IS YELLOW
In der Ausstellung In the Depths of Blue there is Yellow bringt Kristoffer Zeiner die Arbeiten von Kim Wawer und Philip Coyne zusammen. Zur Vorbereitung lasen beide Kunstschaffenden Gaston Bachelards Essay Reveries of Material Interiority, in dem er darlegt, dass Objekte innere Welten bergen – endlose Schatzkammern voller Ideen, Assoziationen und neuer Verbindungen, zugänglich durch Träumereien und Kontemplation. Das keramische Werk von Kim Wawer ist eng mit dem Körper verbunden. Ihre organischen Skulpturen sind häufig nach ihren eigenen Körpermaßen geformt, wodurch sie tragbar werden oder wie Verlängerungen eines menschlichen Körpers wirken. Durchbrochene und verzweigte Formen fungieren als vessels: Träger von Innenwelten, die zugleich eine autonome materielle Präsenz besitzen. Die taktilen Öffnungen und organischen Konturen laden dazu ein, die Beziehung zwischen Körper, Objekt und Raum zu erkunden.
Philip Coyne (UK, 1989) arbeitet mit Skulptur, Zeichnung, 2D-Objekten und Text. Sein Werk untersucht, wie historische und gesellschaftliche Strukturen uns voneinander und von der Welt um uns herum trennen und wie sich schöpferische Kräfte innerhalb dieser Strukturen bewegen. Großformatige 2D-Arbeiten verbinden Figuration, urbane Landschaften, historische Quellen und Literatur, während kleinere Skulpturen und Zeichnungen das Kunstwerk selbst als Empfänger sozialer und materieller Kräfte fokussieren. Für diese Ausstellung kopierte Coyne menschliche Figuren aus den Landschaftsgemälden von Caspar David Friedrich (1774–1840). Indem er diese Figuren aus ihrem ursprünglichen Kontext löst, wandelt sich ihre Funktion, während sie weiterhin auf den inneren Reichtum jener Landschaften verweisen, die sie einst bevölkerten.
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