Metabolising Time
Metabolising Time
Seit Jahrhunderten wird die westliche Vorstellung von Zeit durch ein einziges Zivilisationsnarrativ geprägt: das von Fortschritt, Beschleunigung, Standardisierung, Kontrolle und technologischer Beherrschung. Zeit als ein linearer Horizont – etwas, das erobert, optimiert, manipuliert und besessen werden muss. Es ist ein Konzept, das auf den Versprechungen der Moderne aufbaut und unrennbar mit deren Gewalt verbunden ist: Kolonialismus, ökologische Zerstörung, rassistischer Kapitalismus und die systematische Unterdrückung anderer Formen des Bewohnens und Verarbeitens von Zeit.
Metabolising Time bringt künstlerische Praktiken zusammen, die sich diesem dominanten Modell widersetzen. Anstatt das vorherrschende Bild von „Zeit“ als ein einziges, vorwärtsschreitendes Schicksal zu reproduzieren, konzentrieren sich die bei MU zusammengeführten Installationen auf vielfältige Weisen der Strukturierung von Dauer: zyklisch, repetitiv, verkörpert, ahnenbezogen, geologisch und mehr-als-menschlich. Was daraus hervorgeht, ist nicht eine einzelne Zeit, sondern viele sich überschneidende, widersprüchliche und ungleich verteilte Formen von Zeit.
Zeit zu metabolisieren ist daher nicht bloß eine Frage davon, Zeit anders darzustellen, sondern Zeit zu verarbeiten – innerlich, materiell und kollektiv. Stoffwechsel – ob er nun im Körper eines prähistorischen Mammuts oder in Bakterienzellen stattfindet – ist immer eine Form der Transformation durch Einverleibung: Was aufgenommen wird, wird abgebaut, neu zusammengesetzt und in veränderter Form wieder freigesetzt. Das bedeutet, dass Zeit nicht außerhalb von uns existiert, sondern durch Körper, Ökologien und die Materie selbst fließt.
Metabolising Time schafft einen Raum für solche Prozesse. Was sich hier entfaltet, sind keine festen Narrative oder einzelnen Trajektorien, sondern fortlaufende Auseinandersetzungen mit der Zeit selbst – ihren Sedimenten, ihren Brüchen, ihren Rhythmen und ihren potenziellen neuen Kompositionen.
Seit Jahrhunderten wird die westliche Vorstellung von Zeit durch ein einziges Zivilisationsnarrativ geprägt: das von Fortschritt, Beschleunigung, Standardisierung, Kontrolle und technologischer Beherrschung. Zeit als ein linearer Horizont – etwas, das erobert, optimiert, manipuliert und besessen werden muss. Es ist ein Konzept, das auf den Versprechungen der Moderne aufbaut und unrennbar mit deren Gewalt verbunden ist: Kolonialismus, ökologische Zerstörung, rassistischer Kapitalismus und die systematische Unterdrückung anderer Formen des Bewohnens und Verarbeitens von Zeit.
Metabolising Time bringt künstlerische Praktiken zusammen, die sich diesem dominanten Modell widersetzen. Anstatt das vorherrschende Bild von „Zeit“ als ein einziges, vorwärtsschreitendes Schicksal zu reproduzieren, konzentrieren sich die bei MU zusammengeführten Installationen auf vielfältige Weisen der Strukturierung von Dauer: zyklisch, repetitiv, verkörpert, ahnenbezogen, geologisch und mehr-als-menschlich. Was daraus hervorgeht, ist nicht eine einzelne Zeit, sondern viele sich überschneidende, widersprüchliche und ungleich verteilte Formen von Zeit.
Zeit zu metabolisieren ist daher nicht bloß eine Frage davon, Zeit anders darzustellen, sondern Zeit zu verarbeiten – innerlich, materiell und kollektiv. Stoffwechsel – ob er nun im Körper eines prähistorischen Mammuts oder in Bakterienzellen stattfindet – ist immer eine Form der Transformation durch Einverleibung: Was aufgenommen wird, wird abgebaut, neu zusammengesetzt und in veränderter Form wieder freigesetzt. Das bedeutet, dass Zeit nicht außerhalb von uns existiert, sondern durch Körper, Ökologien und die Materie selbst fließt.
Metabolising Time schafft einen Raum für solche Prozesse. Was sich hier entfaltet, sind keine festen Narrative oder einzelnen Trajektorien, sondern fortlaufende Auseinandersetzungen mit der Zeit selbst – ihren Sedimenten, ihren Brüchen, ihren Rhythmen und ihren potenziellen neuen Kompositionen.
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