OOOIT Art / In the Fold of the Infinite – een solotentoonstelling van Jiang Zhaojin
OOOIT Art / In the Fold of the Infinite – een solotentoonstelling van Jiang Zhaojin
In Jiang Zhaojins Werk wird die Landschaft nicht mehr aus Tinte, sondern aus Denim-Flicken aufgebaut, die durchbohrt, gewaschen und gefaltet wurden. Diese Stoffe stammten ursprünglich vom Fließband der globalisierten Bekleidungsindustrie, wurden immer wieder konsumiert, weggeworfen und so zu anonymen Objekten im Kreislauf der Fast Fashion. In ihren Händen jedoch werden Falten, Abnutzungsspuren, Nähte und Risse neu gelesen als die Linien von Gebirgsketten, die Bewegung von Wolken und Nebel, das Fließen des Wassers; die Spuren unbekannter Körper erhalten eine neue Wärme und setzen sich als Textur einer Landschaft ab. Auf Masse produzierte, konsumierte und ausgemusterte Waren erhalten neues Leben — und gewinnen die Würde zurück, vom „Objekt“ wieder zum „Sein“ zu werden.
Jiang Zhaojin wuchs in den Bergen Südwestchinas auf, während ihre Mutter fernab in einer Kleiderfabrik arbeitete. Die Denim-Kleidungsstücke, die sie nach Hause schickte, bildeten jahrelang die einzige emotionale Verbindung zwischen Mutter und Tochter. Denim ist daher nicht nur Material, sondern auch ein Schnittpunkt von industriellen Systemen, weiblicher Arbeit und intimen Beziehungen. Jahre später wählt sie, obwohl sie eine akademische Ausbildung in der chinesischen Malerei genossen hat, immer noch Denim — nicht nur als Material, sondern auch als Metapher. Wenn sie diese Stoffe heute schneidet, collagiert und näht, neujustiert sie den Platz von persönlicher Erfahrung und affektiver Arbeit. Die stille Eleganz der traditionellen Literatenmalerei verschmilzt mit der rauen Haptik der Industrialisierung zu Landschaften aus Bergen und Flüssen und eröffnet so neue Wege für den zeitgenössischen Ausdruck der chinesischen Shan-Shui-Malerei.
In Jiang Zhaojins Werk wird die Landschaft nicht mehr aus Tinte, sondern aus Denim-Flicken aufgebaut, die durchbohrt, gewaschen und gefaltet wurden. Diese Stoffe stammten ursprünglich vom Fließband der globalisierten Bekleidungsindustrie, wurden immer wieder konsumiert, weggeworfen und so zu anonymen Objekten im Kreislauf der Fast Fashion. In ihren Händen jedoch werden Falten, Abnutzungsspuren, Nähte und Risse neu gelesen als die Linien von Gebirgsketten, die Bewegung von Wolken und Nebel, das Fließen des Wassers; die Spuren unbekannter Körper erhalten eine neue Wärme und setzen sich als Textur einer Landschaft ab. Auf Masse produzierte, konsumierte und ausgemusterte Waren erhalten neues Leben — und gewinnen die Würde zurück, vom „Objekt“ wieder zum „Sein“ zu werden.
Jiang Zhaojin wuchs in den Bergen Südwestchinas auf, während ihre Mutter fernab in einer Kleiderfabrik arbeitete. Die Denim-Kleidungsstücke, die sie nach Hause schickte, bildeten jahrelang die einzige emotionale Verbindung zwischen Mutter und Tochter. Denim ist daher nicht nur Material, sondern auch ein Schnittpunkt von industriellen Systemen, weiblicher Arbeit und intimen Beziehungen. Jahre später wählt sie, obwohl sie eine akademische Ausbildung in der chinesischen Malerei genossen hat, immer noch Denim — nicht nur als Material, sondern auch als Metapher. Wenn sie diese Stoffe heute schneidet, collagiert und näht, neujustiert sie den Platz von persönlicher Erfahrung und affektiver Arbeit. Die stille Eleganz der traditionellen Literatenmalerei verschmilzt mit der rauen Haptik der Industrialisierung zu Landschaften aus Bergen und Flüssen und eröffnet so neue Wege für den zeitgenössischen Ausdruck der chinesischen Shan-Shui-Malerei.
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