The Broken Pitcher
The Broken Pitcher
Das Projekt The Broken Pitcher untersucht die Folgen von Finanzialisierung und Sparpolitik, indem es das Bankensystem und die Möglichkeiten zur Veränderung der Interaktion mit ihm in den Blick nimmt. Seit 2020 stehen Treffen und Workshops im Mittelpunkt des Projekts mit dem Ziel, Formate der Zusammenarbeit, des Scriptings und der Recherche zu erproben, die sich mit dem Kontext von Zwangsvollstreckungen im Verhältnis zu Schulden und kolonialen Verhältnissen auseinandersetzen. Kollektivität steht im Vordergrund des Projekts, um gemeinsam der durch das Bankensystem erzeugten Isolation und Verzweiflung entgegenzuwirken.
Das Projekt wandert zwischen verschiedenen Orten in und außerhalb Europas. In De Appel nimmt es eine vielgestaltige Form an: als maßstabsgetreues Modell eines Bankbesprechungsraums, das als Ausstellungsraum und Filmset fungiert; als Spielfilm (The Broken Pitcher, 2022), der ein Bankgespräch rekonstruiert, in dem eine Familie über die drohende Zwangsvollstreckung ihres Hauses verhandelt; als künstlerische Annotationen der Recherche und des Nachlebens des Projekts sowie als Publikationsassemblage.
Der im Frühjahr 2022 erschienene Film The Broken Pitcher ist von Abbas Kiarostamis First Case – Second Case (1979) inspiriert und rekonstruiert ein „ungeplantes“ Bankgespräch. Diese Szene wird anschließend Menschen unterschiedlichster Hintergründe vorgeführt, die auf die Frage antworten: „Was sollten die Bankangestellten Ihrer Meinung nach tun?“ Während dieser Iteration in Amsterdam wird das Filmset durch Rundtischgespräche mit lokalen Gesprächspartner*innen über Themen wie Eigentum, Verdrängung und genossenschaftliches Wohnen neu belebt.
Das Filmset wird zu einem Portal für Spekulation und formiert sich als kollektives Kunstwerk, zusammen mit einer Installation mit Arbeiten von Natascha Sadr Haghighian, Marina Christodoulidou, Peter Eramian, Raissa Angeli, Stelios Kallinikou, Orestis Lazouras, Faysal Mroueh, Nayia Savva, Maria Toumazou und Emiddio Vasquez. Darüber hinaus wird es eine Reihe aufgezeichneter Videointerviews und Recherchematerialien geben
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