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The Evening of The Alex Adriaansens Residency

Beendet

The Evening of The Alex Adriaansens Residency

The Evening of The Alex Adriaansens Residency umfasst die Präsentation des Buches 'Off-Grid' sowie ein Rundtischgespräch über die Einsatzmöglichkeiten von Open Source Intelligence.

The Evening of The Alex Adriaansens Residency widmet sich den Recherchen der beiden Stipendiatinnen der Alex Adriaansens Residency 2025: Agustina Andreoletti und Katažyna Jankovska.

Den Auftakt bildet die Präsentation von Katažyna Jankovskas Buch Off-Grid, das aus ihrer Residency hervorgegangen ist, begleitet von einer kurzen Reflexion von Marie Verdeil über den Workshop Comp-Host-ing our Phones – der am Nachmittag stattfindet.

Im Anschluss richtet sich der Fokus auf Agustina Andreolettis Forschung zu Open Source Intelligence (OSINT) sowie auf ein Rundtischgespräch zwischen Asawari Luthra, Laura Osorio Sunnucks und Tobechukwu Onwukeme.

Zeitplan

19:00 – Einlass
19:30 pünktlich – Programmbeginn
– Begrüßung & Einführung
– Reflexion über den Workshop Comp-Hosting Our Phones von Marie Verdeil & Katažyna Jankovska
– Buchpräsentation Off-Grid von Katažyna Jankovska
– Rundtischgespräch Other Paths Inside: On Tracing Colonial Heritage Without Institutional Support
21:30/22:00 – Programmende

Buchpräsentation Off-Grid

Off-Grid, herausgegeben von Katažyna Jankovska, versammelt Berichte über Protestinfrastrukturen, die in Nachbarschaftsgärten und verschlüsselten Telegram-Chats entstehen, zwischen Wohnblöcken gespannte Internetkabel, DIY-Praktiken, Versuche, einen Toaster von Grund auf neu zu bauen, und eine autarke Forschungskapsel, die für bis zu 120 Tage isolierten Betrieb konzipiert ist. Das Buch bewegt sich zwischen ländlichen Kunstinstitutionen, umfunktionierten Kraftwerken, inmitten von Wäldern und Ackerland kuratierten Ausstellungen sowie den frühen digitalen Netzwerken der 1990er Jahre, um zu untersuchen, was Autonomie in einer auf fragilen, miteinander verwobenen Systemen basierenden Welt bedeuten kann – und wie viel Handlungsspielraum darin noch bleibt.

Mit Beiträgen von: Andreas Broeckmann, Lizaveta German, Garnet Hertz, Adelina Luft, Mari-Liis Rebane, Antonina Stebur, Timo Toots, Helen Turner und Raluca Voinea.

+ Reflexion zu Comp-Host-ing our Phones von Marie Verdeil

Katažyna Jankovska
Katažyna ist Kuratorin, Autorin und Forscherin und lebt derzeit in Rotterdam, Niederlande. Sie hält einen Bachelor in Kunstgeschichte und Kunsttheorie der Vilnius Art Academy sowie einen Master in Arts, Culture, and Society der Erasmus University Rotterdam. Ihre wissenschaftlichen und kuratorischen Interessen gelten den sich ständig wandelnden Beziehungen zwischen Menschen, Maschinen und natürlichen Systemen. Ihr Interesse liegt in experimentellen Kunstformen, die Sinneswahrnehmung, digitale Kultur und den Einfluss von Technologie auf die zeitgenössische Gesellschaft untersuchen. Dabei nutzt sie ein Spektrum an Formaten wie Texte, Programme, Ausstellungen und Publikationen.

Marie Verdeil
Marie Verdeil (sie/ihr) ist eine französische Designerin und Künstlerin mit Sitz in Brüssel. Ihre transdisziplinären Projekte – Websites, Installationen, Publikationen, Workshops, Werkzeuge – plädieren für einen autonomen, transparenten, umweltbewussten und kritischen Umgang mit Technologie. Seit ihrem Abschluss an der Design Academy Eindhoven (2022) nutzt sie Design, um erstrebenswerte Zukünfte im Einklang mit den planetaren Grenzen zu entwerfen.

Other Paths Inside: On Tracing Colonial Heritage Without Institutional Support

Wenn offizielle Kanäle versperrt sind, Interoperabilität scheitert und Institutionen sich weigern zu handeln, hat sich gezeigt, dass Communities durch systematisch gesammelte und strategisch eingesetzte öffentlich zugängliche Informationen neue Realitäten schaffen können. Ein Ansatz, der zunehmend von Kunstschaffenden, Menschenrechtsermittler*innen und Forschenden erkundet wird, ist Open Source Intelligence (OSINT); keine beiläufige Internetrecherche, sondern eine Methodik aus rigoroser Verifizierung, dokumentierten Beweisketten, Geolokalisierung, Metadatenanalyse und Querverweisen von Quellen, die Community-Mitglieder ohne offizielle institutionelle Genehmigung anwenden können. Dieselben Techniken, die zur Aufdeckung von Korruption oder zur Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen eingesetzt werden, lassen sich nutzen, um eine geplünderte Skulptur aufzuspüren, eine zerstörte Stätte zu rekonstruieren oder verstreutes Erbe in einem community-geführten Archiv zusammenzuführen.

Dieses Rundtischgespräch bringt Asawari Luthra, Laura Osorio Sunnucks und Tobechukwu Onwukeme zusammen – Praktiker*innen und Forschende, die an den Schnittstellen von Kulturerbe, investigativer Praxis und Community Agency arbeiten. Im Dialog mit der Moderatorin Agustina Andreoletti werden sie ausgehend von ihren unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungen die methodischen Potenziale eines Arbeitens jenseits institutioneller Kanäle beleuchten, der Frage nachgehen, wer die Archive kontrolliert, und die ethischen Implikationen des Sichtbarmachens verstreuter oder unterdrückter Geschichten diskutieren.

Asawari Luthra
Unabhängige Forscherin. Tutorin für Contextual Studies, Design Academy Eindhoven.
Asawari ist Anthropologin und forscht dazu, wie der Zugang zu digitalisierten Kolonialarchiven „dekolonisiert“ werden kann. Ihre Arbeit widmet sich den ethischen und praktischen Herausforderungen, Archivbestände kolonialer Herkunft verantwortungsvoll zugänglich zu machen. Als Lehrende für Design Anthropology an der Design Academy Eindhoven leitet sie Studierende dabei an, mittels anthropologischer und experimenteller Methoden zu erforschen, wie Design die Gesellschaft prägt.

Laura Osorio Sunnucks
Head of Research and Collections, Wereldmuseum Amsterdam.
Laura ist seit Oktober 2025 Head of Research and Collections am Wereldmuseum Amsterdam, einer Abteilung mit besonderem Schwerpunkt auf Provenienzforschung und der Rolle globaler Kunst und materieller Kultur bei der Verstärkung diverser Stimmen. Im Laufe ihrer Karriere hat sie intensiv mit indigenen Gemeinschaften und Basisinitiativen in Lateinamerika gearbeitet und neben Tätigkeiten am Linden-Museum Stuttgart, dem British Museum und dem Museum of Anthropology in Vancouver stets eine unabhängige Forschungspraxis beibehalten.

Tobechukwu Onwukeme
Forscher, Forensic Architecture.
Tobechukwu Onwukeme ist Computational Designer und Mitglied der multidisziplinären Forschungsgruppe Forensic Architecture. Seine Praxis konzentriert sich auf die Nutzung von Geodaten-Technologien und Algorithmen zur Kartierung der inhärenten Gewalt neokolonialer Systeme und Infrastrukturen. Bevor er zu Forensic Architecture stieß, war er als Design Technologist in verschiedenen Laboren und Agenturen tätig, wo er Anwendungen für Computer Vision, Sensorik, ML, Datensonifikation und materielle Fabrikation konzipierte und entwickelte.

Agustina Andreoletti
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Leuphana University Lüneburg.
Agustina Andreoletti ist eine Kunsthistorikerin und Kulturarbeiterin aus Argentinien, derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leuphana University Lüneburg. Agustinas Projekte befassen sich mit Konzepten des Technokolonialismus, Kollaboration, Machtinfrastrukturen und verteilter Handlungsfähigkeit. Von 2020 bis 2023 war sie am Rautenstrauch-Joest-Museum tätig, wo sie das öffentliche Programm kuratierte und das Projekt LEAKY ARCHIVE leitete. Im Jahr 2024 lehrte sie als Assistant Professor for Networks an der Academy of Media Arts Cologne.

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16. Apr 2026
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Eintritt
7 €
Ort
Projektraum

Künstler

Agustina Andreoletti Katažyna Jankovska Marie Verdeil Asawari Luthra Laura Osorio Sunnucks Tobechukwu Onwukeme

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Digital

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