The long middle | Exhibition Opening
The long middle | Exhibition Opening
Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung: Samstag, 9. Mai 2026, 17:00 bis 21:00 Uhr mit einer Performance von Youngeun Sohn um 18:30 Uhr Ausstellung geöffnet: Freitag, Samstag & Sonntag, 14:00 – 18:00 Uhr und nach Vereinbarung. Finissage: Sonntag, 24. Mai, 14:00 – 17:00 Uhr Teil der puntWG Open Call Series The long middle ist eine gemeinsame Ausstellung von Marie Ilse Bourlanges, Youngeun Sohn und Romy Day Winkel. Mittels Skulptur, Installation und Performance begreift die Ausstellung das Weben als zugrundeliegende Logik und als eine Art des Nachdenkens über Verkörperung und Materialität. The long middle erforscht die körperliche Auseinandersetzung mit Materialien wie Seide, Haar und Weidenrinde; die Arbeiten teilen ein Interesse an Erhaltungs- und Pflegearbeiten: Handlungen, die kontinuierlich vollzogen werden müssen, um die Dinge am Laufen zu halten. Das Weben von Fäden, das Formen von Rinde und das Bürsten von Haaren sind allesamt prozesshafte, zeitbasierte Gesten. Durch sie bleiben Materialien und Körper in Gebrauch, geformt durch den langanhaltenden Kontakt miteinander. Diese Nähe zum Material kann zärtlich sein, aber auch unbeholfen, mühsam oder unangenehm. Die Ausstellung idealisiert diese Arbeit nicht, sondern verharrt in deren Ambivalenz. Der Ausstellungstitel speist sich aus verschiedenen Referenzen, darunter Kate Briggs’ Buch The Long Form, das über die anhaltende Anstrengung schöpferischer Arbeit während der Fürsorge für ein Kind reflektiert. „The long middle“ bezieht sich auch auf die herausfordernde mittlere Phase eines Projekts, nachdem das Neue verflogen ist, der Abschluss jedoch noch offenbleibt. Eine Form der Arbeit, die fortlaufend und oft unsichtbar ist. Indem The long middle solche Spannungen ungelöst lässt, widersetzt es sich bereinigten Narrativen über die körperliche Auseinandersetzung mit Materialien. Kontakt ist weder rein nährend noch rein degradierend; er ist eine Tatsache des Arbeitens mit und durch Körper. Diese Ambivalenz hallt in der Geschichte von puntWG nach, das im ehemaligen Wilhelmina Gasthuis untergebracht ist, wo Körper durch Regime der Pflege, Kontrolle und Hygiene geformt wurden. Aus dieser Geschichte heraus weigert sich die Ausstellung, eine saubere Trennung zwischen Fürsorge und Belastung, m
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