Wat is Natuur? | Nienke Sybrandy, Anthea Bush, Marian Bijlenga & Maarten Brinkman
Wat is Natuur? | Nienke Sybrandy, Anthea Bush, Marian Bijlenga & Maarten Brinkman
Eröffnung: Sonntag, 11. Jan. 2026 — 13:00 bis 17:00 Uhr
Öffnungszeiten: Von 13:00 bis 17:00 Uhr:
– Sonntag, 11.
– Freitag, 16., Samstag, 17., Sonntag, 18.
– Freitag, 23., Samstag, 24., Sonntag, 25.
– alles im Januar 2026 & nach Vereinbarung
Teil der puntWG Open Call Serie
Was bedeutet Natur? Ist sie etwas, das wir benennen und gestalten, oder sind wir untrennbar mit ihr verbunden? In dieser Ausstellung untersuchen vier Künstler*innen jeweils auf ihre eigene Weise das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Natur ist dabei nicht nur Inspirationsquelle, sondern auch Fragestellung. Wie verhalten wir uns zur Natur, und wie prägt diese Beziehung unser Verständnis der Welt? Wir laden Sie ein, mitzudenken, hinzuschauen und zu entdecken. Unsere Arbeiten zeigen, wie wir Natur neu entdecken können: als Spiegel unserer Werte und als Material für die Imagination. Es ist eine Suche nach Verbindung, Veränderung und neuen Perspektiven.
Nienke Sybrandy
lässt sich von der Natur weniger durch deren Ästhetik inspirieren, als vielmehr dadurch, wie wir mit ihr umgehen und welche Bedeutungen wir ihr zuschreiben. Anhand von Objekten untersucht sie, wie wir uns selbst und unseren Platz in der Welt begreifen. In ihrer aktuellen Forschung zu Pflanzenpigmenten hinterfragt und verbildlicht sie die Beziehung zwischen der natürlichen Welt, Farbe und Raum, mit einem Schwerpunkt auf materiellen Narrativen. Ihre textilen Arbeiten sind an Zeit, Ort und Landschaft gebunden und zielen darauf ab, eine größere Harmonie zwischen Mensch, Gesellschaft und Umwelt zu schaffen – bis zu jenem Punkt, an dem die Natur nicht länger als etwas außerhalb von uns selbst erscheint.
Anthea Bush
In ihren Arbeiten nutzt sie Pflanzen als Sujet, um unterschiedliche soziale und ökonomische Werte zu reflektieren. Sie interessiert sich dafür, wie sich Wahrnehmung und Wissen im Laufe der Zeit gewandelt haben und sich fortwährend weiter verändern. Viele Pflanzen haben einen festen Platz in unserem kollektiven Gedächtnis: Sie wecken Erinnerungen an die Heimat, an unsere Kindheit oder an ganz bestimmte Ereignisse. Die Widerstandskraft der Natur und ihr Überlebenswille zeigen sich in Pflanzen, die an dunklen Orten und in scheinbar unmöglichen Winkeln gedeihen. Indem Anthea Bush diese Pflanzen – die wir oft als Unkraut bezeichnen – zu gewundenen Formen trocknen lässt und auf Papier fixiert, macht sie ihre Geschichten sichtbar: Erzählungen, die weit über das hinausgehen, was der Begriff „Unkraut“ vermuten lässt.
Marian Bijlenga
Was ist Schrift ohne Stift und Papier? Ein kleiner Zweig, der sich in den Strandstrand bohrt und den trockenen Sand von der nassen Schicht abträgt? Und wartet man dann auf die nächste Welle: Tabula rasa? Ist es ein gebogener Draht, der Worte formt? Sind es die Äste eines Apfelbaums im holprigen Rhythmus eines Satzes? Schreiben ist bei Marian Bijlenga een vel vol hanepoten, eine Schrift aus Hunderten unlesbarer Texte. Die Handschrift fasziniert sie, nicht der Text. Schreiben ist Anordnen und Neuanordnen, Schreiben ist Weglassen, Schreiben ist die konzentrierteste Form des Nicht-schreiben-Wollens. In dem, was unbenannt bleibt, verbirgt sich die Erzählung ihrer Objekte.
Maarten Brinkman
In seiner Arbeit sucht er nach dem Moment, in dem das Alltägliche in Kunst übergeht. Für ihn besitzt dieser Punkt eine Magie, da er die Kraft der Vorstellungskraft sichtbar macht. Es ist jener Augenblick, in dem eine Linie zur Zeichnung wird und doch beides zugleich bleibt. Durch die Arbeit mit alltäglichen, oft natürlichen Materialien und einfachen Techniken gewinnt Maarten Brinkman einen klareren Blick auf diesen Kippmoment – darauf, was er einem Werk hinzufügen oder wegnehmen muss. Seine Eingriffe müssen klar und präzise sein. Manchmal genügt es ihm, wenn die Betrachter*innen die Wirklichkeit einfach mit anderen Augen sehen.
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