Loading, please wait...
Zurück zum Toolkit

Deine Ausstellungsbeschreibung schreiben

Wie du deine Show so beschreibst, dass Leute wirklich kommen wollen

01. Deine Beschreibung ist ein Argument, das Haus zu verlassen

Jede Ausstellungsbeschreibung auf Plaarts ist eine Chance, jemanden zu einem Besuch zu überzeugen. Nicht mit Hype oder Fachjargon, sondern indem du sagst, was die Leute tatsächlich sehen und warum sich der Weg lohnt.

02. Eine einfache Struktur, die funktioniert

Ziel sind 40–80 Wörter. Genug, um neugierig zu machen, ohne zu überfordern. Diese Struktur funktioniert zuverlässig gut:

Aufhänger

Das Spannendste an dieser Show, in einem Satz mit weniger als 16 Wörtern.

Die Künstlerin, der Künstler

Name, Medium, ein Detail, das menschlich macht. Wer ist diese Person?

Worum es geht

Das Thema in menschlichen Worten, verknüpft mit etwas, das die Lesenden fühlen oder sich vorstellen können.

Praktische Angaben

Termine, kostenlos oder kostenpflichtig, besondere Anlässe wie eine Eröffnung oder ein Künstlergespräch.

03. Was funktioniert und was nicht

Zu viel Fachjargon

Die Künstlerin befragt den liminalen Raum zwischen Materialität und Abwesenheit und entfaltet eine visuelle Praxis, die zugleich das Verhältnis der Betrachtenden zum Biopolitischen destabilisiert.

Niemand weiß, was er tatsächlich sehen würde. Der Jargon wirkt wie ein Tor, nicht wie eine Einladung.

Zu allgemein

Komm vorbei und sieh dir richtig coole Gemälde an! Du musst nichts über Kunst wissen, um diese tolle Show zu genießen!

Hinter der Begeisterung steckt nichts. Welche Gemälde? Worum geht es in der Show?

Konkret, menschlich, einladend

Die Fotografin Ana Ruiz hat zwei Jahre lang das sich wandelnde Gesicht von Amsterdam-Noord dokumentiert: die Gebäude, die fallen, die Gemeinschaften, die verdrängt werden, und die störrische Schönheit, die bleibt. Ihre Show verbindet Fotos mit Objekten von Abrissstellen: Türknäufe, Fliesen, handgeschriebene Zettel aus Wänden. Eintritt frei, geöffnet von Donnerstag bis Sonntag.

Du weißt, was du sehen wirst, wer es gemacht hat, warum es zählt und wie du hinkommst, und das im Ton einer Freundin, die gerade von der Eröffnung kommt.

04. Kurze Tipps

  • Würdest du das einer Freundin beim Kaffee wirklich so sagen? Wenn nicht, schreib es um.
  • Nenn die Künstlerin beim Namen. Nenn das Medium. Nenn das Viertel. Konkretheit unterscheidet eine Empfehlung von einer Broschüre.
  • Zeig Begeisterung durch Substanz, nicht durch Adjektive. Sag nicht, es sei 'großartig'. Beschreib, was es sehenswert macht.
  • Halte Sätze unter 22 Wörtern. Lies laut vor. Wenn du stolperst, vereinfache.
  • Vermeide Kunstwelt-Jargon: 'befragt', 'Praxis', 'liminal', 'Diskurs'. Wenn deine Nachbarin das Wort nicht benutzen würde, solltest du es wahrscheinlich auch nicht.