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Deine Ausstellung fotografieren

Wie du deine Arbeiten mit dem Handy dokumentierst und sie online gut aussehen

01. Du brauchst keinen professionellen Fotografen

Die meisten Künstler auf Plaarts fotografieren ihre Arbeiten selbst mit dem Handy, und die Ergebnisse sind großartig. Ein paar einfache Gewohnheiten machen den Unterschied zwischen Bildern, die jemanden zum Anhalten bringen, und solchen, an denen er vorbeiscrollt.

02. Licht macht alles aus

Tageslicht ist dein bester Freund. Fotografiere tagsüber in der Nähe eines großen Fensters oder draußen bei bedecktem Himmel. Ein bewölkter Himmel wirkt wie eine riesige Softbox: gleichmäßiges Licht, keine harten Schatten.

Vermeide direktes Sonnenlicht auf der Arbeit. Es erzeugt helle Flecken und wäscht die Farben aus. Wenn du in einer Galerie fotografierst, schalte den Blitz aus und lass das Raumlicht arbeiten. Ein leicht warmes Galerielicht ist besser als ein kalter Blitz.

03. Perspektive und Bildausschnitt

Bei flachen Arbeiten (Gemälde, Drucke, Fotografien) fotografiere frontal auf die Mitte des Werks. Eine Neigung erzeugt Verzerrung und lässt die Arbeit amateurhaft wirken. Halte dein Handy möglichst parallel zur Oberfläche.

Bei dreidimensionalen Arbeiten mach mindestens drei Aufnahmen: eine Frontalansicht auf Augenhöhe, eine Detailaufnahme und eine Installationsansicht, die den Maßstab zeigt. Eine Person neben einer Skulptur sagt mehr über die Größe als jede Maßangabe.

Für die Installationsansicht geh einen Schritt zurück. Zeig den Raum, den Boden, die Wände. Das ist das Bild, das jemanden sich vorstellen lässt, dort zu sein.

04. Was ein gutes Titelbild ausmacht

Dein Titelbild sehen die Leute zuerst, in den Suchergebnissen und auf der Ausstellungskarte. Es muss klein funktionieren. Denk daran als Vorschaubild, das sich einen Klick verdient.

Wähle ein Bild, das auf einen Blick stark wirkt. Eine einzelne kraftvolle Arbeit schlägt fürs Titelbild meist die weite Raumaufnahme. Heb die Raumansichten für deine Galeriebilder auf.

Schneide eng zu. Entferne störende Hintergründe, Rahmen oder Wandbeschläge. Die Kunst sollte das Bild füllen.

05. Tipps zur Handyfotografie

  • Putz dein Objektiv. Wirklich, ein kurzes Wischen mit dem Hemd entfernt die Schlieren, die Bilder weich aussehen lassen.
  • Tippe auf das Kunstwerk, um Fokus und Belichtung zu setzen. Die meisten Handykameras stellen automatisch ein, aber durch Tippen sagst du ihnen, wohin sie schauen sollen.
  • Zoom nicht heran. Digitalzoom verschlechtert die Qualität. Geh stattdessen näher ran.
  • Mach mehr Fotos, als du denkst zu brauchen. Löschen ist einfacher als noch mal fotografieren.

Kurze Checkliste

  • Mindestens 3 Bilder: ein Titelbild, ein Detail, eine Installationsansicht
  • Tageslicht oder Galerielicht, kein Blitz
  • Frontal bei flachen Arbeiten, auf Augenhöhe bei 3D
  • Titelbild funktioniert in Vorschaubildgröße
  • Sauberes Objektiv, zum Fokussieren tippen, nicht zoomen