Books
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Upstream Gallery präsentiert Books, eine neue Ausstellung von Gemälden von Rafaël Rozendaal.
Books umfasst eine Serie von Diptychen, die monochrome Leinwände in gedämpften Pastelltönen zusammenführen – gemeinsam gerahmt wie ein aufgeschlagenes Buch: leere Seiten, darauf wartend, gefüllt zu werden, so wie Rozendaal jeden Tag mit einer leeren Seite in seinem Skizzenbuch oder einem leeren Browserfenster beginnt.
Rozendaals Bildsprache bewegt sich an der Schwelle zwischen Figuration und Abstraktion: Wie wenige Linien, wie wenige Farben genügen, damit ein Bild erkennbar wird? In Schichten verdünnter Acrylfarbe aufgebaut, zeigen seine Gemälde vereinfachte Landschaften und Objekte, reduziert auf ein Diagramm und Farbflächen – dieselbe Ökonomie der Mittel, die auch seine Animationen und digitalen Arbeiten prägt. Ein wiederkehrendes Motiv ist der Horizont: eine horizontale Linie, zwei Farben, die unvermittelt eine Landschaft bilden. In Books wendet er sich stattdessen der Vertikalen zu, jener Linie, die zwei abstrakte Monochrome figurativ werden lässt.
Diese minimale Figuration durchzieht die gesamte Praxis des Künstlers, der vor allem für seine Internetkunst bekannt ist, sich jedoch nicht auf ein einzelnes Medium beschränkt. Seine Arbeit ist geprägt von einem Drang zur Reduktion, einem Abstreifen von Information – demselben Instinkt, der ihn über Jahre hinweg ohne Atelier oder Lagerraum auskommen ließ. Selbst seine Ausstellung auf der digitalen Wand des MoMA folgte dieser Logik: 25 Arbeiten umfassten zusammen nicht mehr als 135 KB an Daten.
Die Gemälde entstehen in einem Moment der Bilderinflation, in dem sich generierte Bilder schneller vervielfachen, als man sie betrachten kann, und Reizüberflutung eher zu einem Grundzustand als zu einem Ereignis geworden ist. Abwesenheit ist für Rozendaal kein Mangel, sondern eine Öffnung: die leere Seite als unbesetztes Terrain, eine Möglichkeit des Erschaffens. In seinen Worten: „In einer Aufmerksamkeitsökonomie ist Fokus der ultimative Luxus.“
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Unframed Window
5. Sept.—24. Okt.
Sightings
5. Sept.—24. Okt.
Performance: Alicia Framis
Do., 19. Nov.